Darmsanierung: Sechs Monate später

Knapp sechs Monate sind vergangen, seitdem ich meine Darmsanierung beendet habe. Damals stand die Waage bei 63,5 Kilo. Ich kann mit Stolz sagen, dass es überhaupt kein Problem war, das Gewicht zu halten. Ich habe zwischendurch sogar ordentlich geschlemmt: an Weihnachten, an Ostern sogar noch etwas mehr. Allerdings habe ich immer darauf geachtet, dass ich innerhalb einer Woche nicht mehr zu mir genommen habe, als mein Körper braucht bzw. noch etwas weniger. So pendelt sich der Tagesbedarf bei etwa 1300 bis 1400 Kalorien ein. Ich habe an vielen Tagen dann mal das Abendessen weggelassen, was mir zum Glück nicht schwerfällt.

Was allerdings nicht geklappt hat, war, noch einmal ein bis zwei Kilo im Alltag abzunehmen. Dafür esse ich doch zu gerne. Ich habe es mit intermittierendem Fasten versucht, auch hier und da mal einen kompletten Tag Fasten eingelegt, aber das brachte mir auf Dauer dann doch nur ein halbes Kilo ein. Grundsätzlich bin ich allerdings mit meinem erreichten Gewicht zufrieden und muss nicht noch mehr abnehmen. Es war einfach ein Versuch, mal zu schauen, wie man an welchen Schrauben drehen kann.

Im Mai reise ich jedoch nach New York und habe mir schon vorgenommen, alles zu essen, was ich will, wann ich will und wie ich will. Aus diesem Grund habe ich nun doch noch mal versucht, ein bisschen abzunehmen. Und das Einzige, das wirklich ohne Hunger umfassend und sehr schnell funktioniert, ist der Verzicht auf Kohlenhydrate. Ich esse nun den vierten Tag komplett nur Eiweißgerichte plus ein wenig Gemüse plus ein paar Beeren und Nüsse auf meinem Eiweiß-Pfannkuchen. Ich habe nun bereits 1,8 Kilo verloren. Sicherlich viel Wasser, aber offenbar auch Fett. Ich bin eigentlich immer satt, einzig die vielen tierischen Eiweiße sind geschmacklich anstrengend. Ich esse eigentlich nicht so viel Fleisch oder Fisch wie derzeit. Da es aber nur eine Sieben-Tage-Kur ist, bin ich optimistisch, das auch noch die kommenden zwei bis drei Tage durchzuhalten. Aber unter dem Strich steht: Ein Leben ohne Kohlenhydrate ist kein schönes. Darauf könnte ich nie komplett verzichten.

Wenn ich nun allerdings 61 oder 60,5 Kilo erreichen könnte und die Kur in drei Wochen noch einmal wiederhole und DANN irgendwie mein Gewicht halte, wäre ich schon sehr froh und am Ziel.

Was sich grundsätzlich an meiner Ernährung geändert hat: Ich esse abends keine großen Mengen Getreide mehr. Was wir früher so gerne gemacht haben: Baguette, mediterranes Gemüse wie getrocknete Tomaten, Oliven dazu, fetten Käse, danach noch was Süßes als Nachtisch – das ist nun gestrichen bzw. findet nur noch einmal im Monat statt. Ich merke ohnehin, dass ich dadurch, dass das Abendessen immer leicht ist oder nur Proteine enthält oder ausfällt, deutlich besser schlafe. Tiefer, besser. Ich wache auch ausgeruhter auf.

Ich trinke fast keine Softdrinks mehr. Im Büro gibt es nur noch Wasser, Tee und maximal zwei Tassen Kaffee (eine davon entkoffeiniert). Wenn ich ins Kino gehe, gönne ich mir wohl mal eine Cola Zero, weil ich weiß, dass ich ins Bett gehe, bevor der Heißhunger kommt, den der Süßstoff auslöst.

Ich esse sehr wenig Süßigkeiten. Ich habe den Zuckerverzicht ja 28 Tage durchgehalten und ich kann auch sofort und ohne mit der Wimper zu zucken sagen, dass mir das sehr gut bekommen ist. Meine Haut war so rein wie noch nie, mir ging es gut, nachdem ich den einen Horrortag mit Entzugserscheinungen überwunden hatte. Aber Schokolade gehört für mich zum Leben. Ebenso wie mal ein gutes Stück Käsekuchen. Ich bin da relativ hartnäckig, denn ich möchte auch keine Ersatzprodukte probieren. Manchmal muss es das gute alte Kuchenrezept von Oma sein. Ich gestehe an dieser Stelle aber auch frank und frei, dass ich schon am vierten Tag meiner jetzigen Eiweiß-Kur merke, dass meine Haut deutlich deutlich reiner geworden ist. Es muss also was dran sein an diesem Gerücht, dass weißer Zucker Mist ist.

Ich habe seit der Darmsanierung ein einziges Mal (!) Chips gegessen und fand sie so halblecker. Ich habe auch gar kein Bedürfnis mehr, salziges Gebäck zu essen bzw. nur sehr sehr selten, in emotionalen Stressphasen oder wenn der Hormonspiegel sich meldet. Ich gebe diesem Wunsch dann aber auch eigentlich nie nach, sondern trinke einfach einen Kaffee mit Zucker und esse ein Brot mit Marmelade.

Ich kaufe kein Brot mehr. Ich backe seit sechs Monaten konsequent mein eigenes Brot und kaufe nichts mehr, das vom Fertigbäcker im Supermarkt kommt und auch nichts mehr beim Bäcker umme Ecke. Einzige Ausnahme ist ein Sauerteigbrot, wenn mich die Lust darauf überkommt. Aber das gibt es dann wirklich nur vom lokalen Bäcker, nicht aus dem „Großhandel“. An den Sauerteig habe ich mich selbst noch nicht rangetraut, eventuell kommt das noch. Ich esse allerdings an schlechten Tagen maximal zwei Scheiben Brot, normalerweise nur eine, weshalb ich es kaum schaffe, ein ganzes Brot zu essen, bevor es zu hart oder schlecht geworden ist. Daher friere ich meistens ein halbes direkt nach dem Backen ein. Das ganze Brot reicht dann für zwei Wochen.

Ich esse nur noch Dinkel-Nudeln oder die Nudeln aus grünen Erbsen oder roten Linsen. Hauptsache glutenfrei. Denn ich merke, was Gluten mit mir anstellt: Das Essen liegt mir wie ein Stein im Magen, ich fühle mich zwei Stunden lang aufgedunsen und ekelhaft, hinzu kommt die Fressnarkose. Ich versuche das zu vermeiden, wo es geht. Und meistens geht es. Was ich mir nicht nehmen lasse, ist jedoch weiterhin Pizza. Ganz normale Pizza mit ganz normalem Teig. Es ist und bleibt meine Leibspeise, die ist ein- bis zweimal pro Monat drin.

Weitere guilty pleasures: Süßkartoffelpommes, süße Kaffees aus dem Kühlregal (ja, ekelhaft, aber ich liebe die), fiese convenience-Brotaufstriche mit ordentlich Zucker und Emulgatoren drin. Muss zwischendurch auch mal sein.

Und wie sah die Ernährung bei euch so in den letzten sechs Monaten aus?

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Ein Kommentar

  1. pwrsabina · April 13

    Hallo meinen Liebe. Einen tollen Beitrag hast du da 😊 Ich habe eine tolle möglichkeit wie du auf ganz natürlich Art noch mehr abnehmen kannst 😊 schreib mir doch per Mail wenn du Interesse hast 😊 sabina.priewasser@gmx.at

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