Darm 2.0: Tage 28, 29, 30, 31

Wie man merken dürfte, geht mir ein bisschen der Elan beim Bloggen flöten. Ich habe allerdings auch ein für mich anstrengendes Wochenende hinter mir und hatte gar keine Lust, irgendetwas aufzuschreiben. Da es auch heute noch nicht wesentlich besser ist mit der Lust, kommt hier nur ein kurzer Abriss der letzten drei und des heutigen Tages.

Am Freitag hatte mein Vater Geburtstag. Ein Essen beim Lieblingsitaliener stand also an. Für mich war klar, dass ich auf jeden Fall etwas essen würde, da ich es als unhöflich erachte, bei einer Geburtstagsfeier nichts zu essen. Ich studierte also die Karte sehr intensiv und kam zum Entschluss, dass es ohne einige Modifikationen nicht funktionieren würde. Im Endeffekt bestellte ich Putenbrust vom Grill und dazu einen kleinen Salat. Die Kroketten, die Rahmsoße und das warme Gemüse mussten weichen. Das funktionierte wunderbar, auch wenn der Salat viel zu groß war. Das Fleisch war letztlich auch zu viel, aber das musste irgendwie rein. Hinterher war ich viel zu satt, ein bisschen schlecht ging es mir auch. Aber es hat gezeigt: Wenn man will, bekommt man auch beim Italiener fett- und kohlehydratarm. Allerdings, wenn man die Bilder anschaut und sieht, wie das Essen glänzt: Zu fettig ist es trotzdem gewesen.

 

Am Samstag ging es mir dann weder körperlich noch mental gut. Ich habe nach dem Frühstück zwei Stunden geschlafen, nach dem Mittagessen zwei Stunden geschlafen und dann das Abendessen irgendwie ausgelassen, weil mir nicht danach war. Abends hatte ich meinen Sci-Fi-Stammtisch in einem Burgerladen und entschied mich heute dafür, nichts zu bestellen. So hielt ich mich dann den gesamten Abend an einer großen Flasche Wasser (0,75 Liter) und einem Grünen Tee fest. Außerdem habe ich einem Bekannten eine Süßkartoffel-Pommes vom Teller stibitzt. Das war es. Mir war aber auch einfach überhaupt nicht nach Nahrungsaufnahme. Wenn der Kopf arbeitet.

Das setzte sich dann leider auch am Sonntag fort. Der Morgen begann mit einem Shake. Nachdem ich diesen getrunken hatte, war mir fast umgehend schlecht. Für mich das unbedingte Zeichen, dass es Zeit wird, diese Shakes einfach nicht mehr zu trinken. Ich habe dann für mich auch beschlossen, sie nicht mehr zu trinken. Es wären jetzt ohnehin nur noch zwei Stück gewesen. Da mich über Tag auch noch starker Durchfall einholte, ließ ich erneut das Abendessen weg. Mir war erst einmal so gar nicht nach essen zumute. Bis später. Weder mental noch körperlich. Vielleicht kennt ihr das: Wenn man grübelt und grübelt, schlägt es auf irgendwas. Bei mir war es der Darm. Irgendwann war es mir dann doch zu doof und ich habe mich nachmittags mit einer Freundin getroffen und mein Fasten gebrochen; jedenfalls ein bisschen. Ich fand, es war an der Zeit, sich was zu gönnen. Und wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, hatte ich die 28 Tage am Freitagabend ja auch schon beendet. Wir trafen uns also und gingen essen. Allerdings blieb ich wirklich verhalten bei meiner Bestellung und aß zwei Spiegeleier mit Salat und einer Handvoll Bratkartoffeln mit Speck. Alles außer Bratkartoffeln war okay. Aber das musste sein. Und jetzt fange ich langsam an, wieder normal zu essen. Außerdem hatte ich gestern dann kein Abendessen und habe bis heute Morgen gefastet: 16,5 Stunden lang. Nachmittags kam der zweite Durchfall-Schub; ich schiebe es inzwischen mehr auf emotionalen Stress als auf das Essen. Aber wer weiß das schon? Mir ging es jedenfalls zwei Tage lang richtig dreckig. Körperlich, mental, emotional.

Heute Morgen, Tag 30 oder Tag 27, durfte ich dann wieder frühstücken. Doch heute bin ich erstmals komplett vom Plan abgewichen. Meine Kollegin ist inzwischen ja so vom Brotbacken angefixt, dass wir uns jetzt abwechseln und jeder jede Woche ein Brot für die Bürowoche mitbringt. Sie hat sich von ihrem Freund aus Italien Kastanienmehl mitbringen lassen und Kastanienbrot gebacken, das wirklich sehr sehr lecker schmeckt. Darauf hatte ich einen Teelöffel Fruchtaufstrich, der mit Agaven-Dicksaft gesüßt ist. Ich bin nach EINER Scheibe, die so groß ist wie ein Stück Kuchen aus einer Kastenform, pappsatt. So klein ist mein Magen geworden. Aber der Coach hat mir eben per Whatsapp „versprochen“, dass sich das recht schnell wieder ändert. So wäre es ja auch kein Genuss irgendwie.

Außerdem ging es heute auf die Waage. Vermutlich dadurch, dass ich zweimal kein Abendessen hatte, war das Ergebnis fast schon erschreckend für mich. Ich habe in der letzten Woche noch einmal fast 2 Kilo abgenommen, es sind also jetzt nach fast vier Wochen 8,7 Kilo. Ich war derart erschrocken darüber, dass ich erst recht beschloss, heute aufzuhören und mich langsam umzustellen. Mir reicht es, mehr soll es nicht sein. Es sind jetzt 63,7 Kilo nach vier Wochen. Noch 1,7 Kilo weniger und ich bin am Ziel. 62 Kilo auf 1,69 Meter klingen doch machbar und gesund?!

Morgen werde ich übrigens noch ein letztes Mal vermessen, darüber werde ich sicher noch einmal bloggen und dann aber nicht mehr täglich, sondern ab und an mal, wie die Umstellung läuft, wie der Alltag aussieht, was sich wirklich nachhaltig verändert hat und was mein Magen so treibt.

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Ein Kommentar

  1. Seegal Galguntijak · Oktober 13

    Das Ergebnis, also was sich mittel- bis langfristig dadurch für Dich verändert hat, würde mich in der Tat interessieren. Aber natürlich kannst Du dazu erst was schreiben, wenn sich ernährungstechnisch wieder ein „normaler“ Alltag eingestellt hat.

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