Darm 2.0: Tag 18

Tag 18, der irgendwie Tag 14 und damit das zweite Bergfest ist, startet mit einem Frühstück, das nicht aus einem Shake besteht. Das Problem hierbei: Ich habe mich für ein Pilz-Omelette entschieden. Das ist für Berufstätige, die sonst im Büro frühstücken, natürlich ein Graus. Denn bisher habe ich mir meinen Shake zuhause gemacht und mitgenommen. Oder ich habe mir den Hirsebrei mit Äpfeln gemacht und ihn mitgenommen. Ein Omelette möchte ich nicht mitnehmen. Es gibt wenig Schlimmeres als kaltes Omelette zu essen. Ich stehe also am Herd und brutzele mein Ei, das ich dann noch essen muss. Der absolute Nachteil dieser Idee ist, dass ich so früh frühstücke (es ist 6:15 Uhr), dass ich logischerweise um 10:30 Uhr wieder Hunger bekomme. Aber Mittagessen um 10:30 Uhr ist vielleicht doch ein bisschen zu früh.

Ich bin schon sehr glücklich, dass das Omelette mich überhaupt so lange sättigt und ich war auch glücklich, endlich mal ein Ei gegessen zu haben nach 14 langen Tagen. Dennoch quält mich der Hunger ab 10:30 Uhr. Ich schaffe es immerhin noch eine Stunde lang, ihn irgendwie zu ignorieren, trinke, was das Zeug hält, esse drei Mandeln. Doch um 11:40 Uhr gebe ich auf und erwärme mein Essen, das ich mir am Abend vorher gemacht habe. 11:40 Uhr ist nun auch so gar nicht meine Mittagessen-Zeit. Heißt für die Zukunft: Unter der Woche gibt es einfach kein Omelette mehr zum Frühstück. Zu unpraktikabel. Aber langfristig möchte ich morgens ohnehin gerne eine Scheibe Brot mit Käse und dann noch etwas Quark mit Obst essen.

Nun zieht sich diese sehr frühe Esserei extrem durch den Tag. Wer um 11:45 Uhr isst, und dann auch noch so wenig, der hat um 15:30 Uhr wieder Hunger. Und wieder ist es zu früh für Abendessen. Da ich zu dieser Zeit schon unterwegs zu meiner Halbzeit-Messung bin, kann ich den Hunger wirklich gut ausblenden.

Und diese Halbzeitmessung ergibt: in zwei Wochen 4,9 Kilo verloren (auf meiner Waage waren es 5,2 Kilo am Montagmorgen, aber das schwankt ja auch je nach Magen- und Darminhalt gerne mal) und 3 Prozent Körperfett. Mir ist jetzt nicht klar, ob das viel ist, aber mein Trainer schaut so, als sei es viel. Hüft- und Taillenumfang können wir leider nicht messen, da das Maßband abhanden gekommen ist. Das holen wir dann in zwei Wochen nach.

Anschließend besuche ich eine Freundin und merke gegen 17 Uhr: Kohldampf. Schlau, wie ich bin, habe ich mir einen Apfel eingepackt. In den ganzen zwei Wochen habe ich es bisher noch nicht gemacht, dass ich zwischen den Mahlzeiten einen Apfel gegessen habe, heute geht es nicht anders.

Und doch fühle ich mich schlecht dabei, als hätte ich irgendwas falsch gemacht oder zu viel gegessen. Ich halte mich ja gerne an meine Pläne und möchte nicht unangenehm auffallen. Nun ja, ein Apfel wird nicht so schlimm. Bei ganz schlimmem Hunger darf man das laut Plan ja auch. Also eventuell halb so wild.

Abends gibt es dann wieder einen Shake, der mich richtig gut sättigt. Ich sitze also satt und zufrieden auf der Couch und lasse den Abend ausklingen. Belohnt habe ich mich für den Zwischenerfolg noch nicht. Das passiert dann in zwei Wochen mit einem Besuch in einer Tapas-Bar.

Später sehe ich meinen neuen Ernährungsplan, der am Donnerstag noch mal einen kompletten Shake-Tag vorsieht. Das wird spannend, denn ich bin auf einer Tagung. Ich weiß noch nicht, wie ich es mache, dieses Zeug dann „heimlich“ anzurühren. Oder überhaupt anzurühren. Denn eigentlich mache ich immer einen Apfel rein, damit es besser runtergeht. Dafür bräuchte ich einen Mixer. Naja, kommt Zeit, kommt Rat.

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2 Kommentare

  1. Seegal Galguntijak · September 28

    Respekt, liebe Kirsten, dass Du das so gut durchhältst! Ist schon toll, wenn man kochen kann und sich so auf eine derartige Zeit einstellen kann. Wobei, ich müsste wohl eher 30kg abnehmen, mit frisch diagnostizierter Diabetes, Beweungsmangel uswusf – was man eben so bekommt, wenn man auf die 40 zugeht….ich hasse es… Ich wünschte, ich könnte so ein Programm durch machen, wie Du es tust! Dabei habe ich gar nicht mal die Beschränkungen, die Du so hast (2x die Woche zwischen 9 und 10 in Richtung Arbeit fahren, zwischen 10 und 11 ankommen – aber dann wird halt „zum Frühstück“ erst mal beim Bäcker nebenan eine Bockwurst+Brötchen geholt…) – dafür habe ich andere Beschränkungen, die es mich nicht glauben lassen, dass ich so ein Programm schaffen könnte (als da wären: Wie ernähren, was kochen? Und die Küche sieht ja auch aus wie Hölle…OK, alles was in der Spülmaschine war, ist sauber, aber sonst halt auch nix…und nen Mixer für Shakes oder Smoothies müsste ich mir auch erst mal besorgen, wobei das das geringste Problem sein dürfte)… Naja, alles halt nicht so einfach. Ich hab mich zumindest schon mal darum gekümmert, dass mein Fahrrad repariert wird, damit ich mich nicht mehr nur noch komplett „bewegungsfrei“ mit Auto oder Roller durch die Stadt bewege…ein erster Schritt, aber die Ernährung muss auf jeden Fall umgestellt werden. Wenn ich doch nur wüsste, wie!
    Also, alles in allem: Schätze Dich glücklich, dass Du in der Lage bist, so ein Programm zu machen! Und untersteh Dich, es vorzeitig abzubrechen! 🙂

    • kiwein · September 28

      Mein ganz einfacher Tipp: weniger Weizen essen, weniger Zucker essen und den Gemüseanteil (gerne auch roh, da muss gar nix gekocht werden) drastisch erhöhen. Nimm Dir Paprika, Gurke, Tomate mit zur Arbeit. Das Zeug kannst Du fast futtern ohne Ende, die Kalorien, die das hat, machen niemals fett. Bei mir hat extrem der Zucker“entzug“ reingehauen, glaube ich. Wenn der Leidensdruck hoch genug ist (bei mir war es eben der Darm), dann fängt man auch irgendwann an. Weil man es einfach nicht mehr ertragen kann. 🙂

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