Darm 2.0: Tag 4

Tag 4 beginnt der Einfachheit halber wieder mit Hirse und Beeren und Quark. Irgendwie schmeckt es allerdings sehr sauer. Ich schaue ein paar mal angewidert in die Schüssel und überlege, sie einfach stehen zu lassen. Da es aber das Einzige ist, was ich bis zum Mittag essen werden kann, esse ich es auch. Schmecken tut es nicht. Eventuell war der Quark schlecht.

Bislang mache ich die Erfahrung, dass jede Mahlzeit mich etwa 2,5 bis 3 Stunden satt hält. Zu kurz. Ich gehöre ja zu den wenigen Menschen auf diesem Planeten, die von einem Teller Nudeln mit Soße fünf bis sechs Stunden zehren und nichts mehr zu essen brauchen. Hingegen sättigen mich eiweißhaltige Mahlzeiten gar nicht. Steak mit Salat: drei Stunden. Gemüse mit Fisch: drei Stunden. Gib mir Pizza, Kartoffeln, Nudeln, Brot: mindestens vier Stunden. Ich lese immer, dass das eigentlich so nicht ist. Doch, bei mir ist das so.

Vielleicht habe ich deshalb auch jetzt permanent Hunger, denn ich esse keine dieser Kohlehydrate mehr. Seit Samstag habe ich weder Brot noch Nudeln, Reis oder Kartoffeln gegessen. Mir fehlt auch nichts, aber ich habe eben ständig Hunger.

Glücklicherweise habe ich abends an Tag 3 noch eine Brokkolisuppe gekocht, auf die ich mich sehr freue. Die roch beim Kochen schon toll, und Suppen machen mich grundsätzlich auch ganz gut satt.

Leider unterläuft mir hier mein erster Fehler. Laut Rezept soll ich nur 250 Gramm Brokkoli verkochen, ich koche aber natürlich den kompletten Kopf, denn die Portionen kann ich hinterher ja teilen. Wenn ich sie denn geteilt hätte. Gedankenlos habe ich die komplette Suppe in meinen Tuppermikrowellenaufwärmteller gekippt und natürlich auch genau so gegessen. Soweit ich mich erinnere, waren es 400 Gramm Brokkoli. Nun, kalorisch ist das kein Riesenproblem, aber die Portion war natürlich für meinen Magen viel zu groß. Ich bin nach dem Mittagessen dermaßen pappsatt, dass ich glaube, heute nichts mehr essen zu müssen.

Inzwischen sind auch meine Nahrungsergänzungspülverchen da, die ich am Nachmittag bei meinem Ernährungscoach abhole. Ich erhalte noch ein paar kurze Anweisungen, an Tag fünf geht es dann los – zwei Tage drei Shakes am Tag, sonst nichts. Das macht zumindest die Zubereitung von Essen sehr viel einfacher; schon allein deshalb, weil es kein Essen geben wird.

Abends trinke ich noch einen grünen Smoothie mit grünem Salat, Mango und Ananas und einem Stückchen Ingwer. Der schmeckt definitiv gut, aber man sollte ihn trinken, solange er frisch ist. Wenn er eine Stunde steht, wird der Salat bitter.

Leider hält er nicht lange vor. Ich trinke ihn gegen 17:30 Uhr und habe um 20:30 Uhr schon wieder Hunger. Normalerweise würde ich jetzt noch was trinken und dann direkt ins Bett gehen, was heute leider nicht möglich ist, da ich spät noch einen Anruf erwarte. Bettzeit also nicht vor 23:30 Uhr. Das ist vielleicht die härteste Situation, die ich bislang hatte. Abends hungrig auf der Couch vor der Glotze, gelangweilt vom Fernsehprogramm, die fiesen Snacks in Reichweite. Irgendwo stehen noch Ferrero Rocher rum, sicher habe ich auch noch ein Glas Nutella oder Chips. Aber nein, ich hungere und trinke Wasser.

Insgesamt fühlt sich alles aber immer noch sehr viel leichter und besser an. Ich glaube, den Zuckerentzug habe ich schon hinter mir, das ging offenbar erstaunlich schnell und dauerte etwa drei Tage mit heftigen Kopfschmerzen und Gereiztheit. Jetzt ist davon nichts mehr zu spüren, aber Hunger habe ich trotzdem.

Zwischen den Shakes soll ich vier bis sechs Stunden warten – DAS wird definitiv eine Herausforderung. Morgen mehr.

 

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