Darm 2.0: Tag 3

Ohne Frühstück beginnt Tag 3. Weil mein vermaledeiter Darm keine Lust auf Abführung durch ein widerlich schmeckendes Salzgetränk hat, bleibt der Magen bis zum Mittag leer. Damit habe ich dann 24 Stunden gefastet. Mittags habe ich dann aber leider Hunger auf Frühstück. So ist das schon immer gewesen. Ich kann nicht zu Mittag essen, ohne zu frühstücken. Deshalb esse ich mittags mein Frühstück: Hirse, Quark, Milch, Beeren. Nach drei Löffeln bin ich pappsatt. Ich frage mich kurz, ob das so gedacht ist. Den Hirsequark lasse ich erst mal stehen, bis ich weiteressen kann.

Bis dahin war die Laune auf dem Nullpunkt. Ich hatte Kopfschmerzen aus der Hölle, war müde, erschöpft und genervt. Gegen die Kopfschmerzen wusste ich mir leider irgendwann nicht mehr anders als mit einer Schmerztablette zu helfen. Danach verbesserte sich mein Allgemeinzustand zum Glück erheblich.

Da ich nun gegen 12 Uhr den Hirsequark gegessen hatte, aber gegen 16:30 Uhr zum Sport wollte, kam das Problem der erneuten Nahrungsaufnahme auf. Da ich schätzungsweise immer mindestens zwei Stunden im Fitnessstudio verbringe, wusste ich, dass vor Unterzuckerung auf dem Fahrrad oder wahlweise an den Geräten eingehen würde, würde ich vorher nicht noch was essen.

Zum Glück – in diesem Fall – halten die Mahlzeiten nicht lange vor und um 15 Uhr knurrte der Magen. Ich schob also, entgegen der Richtlinie, den Magen zwischen den Mahlzeiten relativ lang leer zu lassen, das Mittagessen gegen 15:30 Uhr ein: Salat mit Schafskäse und Beeren und einer fruchtigen Vinaigrette. Das machte satt, aber füllte nicht unmenschlich.

Dennoch muss ich sagen, dass der Sport deutlich anstrengender war als sonst. Das Fahrradfahren ging super, aber die Gewichte an den Geräten konnte ich kaum bewegen. Erstaunlich, wie schnell so etwas geht. Ich habe es aber natürlich trotzdem durchgezogen.

Auf dem Heimweg habe ich dann noch für eine Brokkoli-Suppe, die es heute als Mittagessen gibt, und für viele grüne Smoothies eingekauft. Die waren bisher ja nicht so mein persönlicher Hit auf der Smoothie-Liste, aber gestern zum Abendessen ging es – und sogar der Grünkohl war einigermaßen erträglich.

Nun sind offenbar endlich meine Pulver angekommen und morgen kann es – so hoffe ich – anfangen mit der Pulverkur.

Insgesamt muss ich sagen, dass sich mein Magen und mein Darm lange nicht mehr so locker angefühlt haben. So, wie das mal war, als ich 12 war. Keine Blähungen, keine Schmerzen, keine Verdauungsprobleme – trotz Zwiebeln, Knoblauch etc.

Ich bin gespannt, was ich am Ende überhaupt noch alles essen darf. Aber ich bin ehrlich: Auf die erste Pizza freue ich mich jetzt schon wie verrückt. Noch 24 Tage.

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