Ernährungsumstellung – und wie geht’s weiter?

Vergeblich wartete ich ja gestern auf die Wirkung des Glauber-Salzes. Als ich nach knapp sieben Stunden die Hoffnung aufgegeben hatte und mir vor lauter Hunger-Bauchschmerz etwas Naturjoghur mit einem halben Apfel gegönnt habe, fing es zwar an zu grummeln, aber an mehr glaubte ich nicht mehr. Um mir zu überlegen, wie es essenstechnisch nun weitergehen könnte, dachte ich, ich fahre mal eben in die Stadt und besorge mir Literatur. Gesagt, getan. 20 Minuten später stehe ich also in der Buchhandlung und suche ein Buch – da kündigt sich der Erfolg des Glauber-Salzes doch noch an. Mit Schweißperlen auf der Oberlippe und zwei Büchern in der Hand (eins zum Thema No-Carb, dazu aber später mehr) suchte ich schnellstens den Weg zur Kasse und dann gab es nur noch einen Weg – heim. Und zwar so schnell wie möglich. Die Wirkung des Salzes trat also ein, allerdings mit einiger Verspätung. Dementsprechend verlief dann mein Abend, auch immer noch von den Überlegungen begleitet, wie es jetzt weitergeht.

Noch vor meinem Buchhandlungs-Besuch wusste ich, dass ich Rezepte brauche, einen festen Plan, an dem ich mich abarbeiten kann, um eine No-Carb-Umstellung durchzuziehen. Dementsprechend kaufte ich auch das Buch. Heute Morgen war das dann aber schon wieder nicht mehr das Richtige. Hin und her habe ich überlegt, aber eine mich zufriedenstellende Lösung schien es nicht zu geben. Frühstück gab es also erst mal nach Rezept aus dem Buch: Rührei mit Tomate.

Der gestrige Tag steckt mir jedenfalls auch jetzt – um 18 Uhr – noch in den Knochen. Dennoch habe ich es durchgehalten und heute keine Kohlehydrate zu mir genommen. Stattdessen habe ich es aber mit dem Sport etwas übertrieben. Nach einem schwächenden Tag wie gestern und am ersten Tag einer neuen Ernährung war das keine pralle Idee. Immerhin sieben Kilometer konnte ich aber laufen, dann ging nix mehr.

Und danach wieder die Frage: Was esse ich heute und in Zukunft? Gar keine Kohlehydrate? Wenig Kohlenhydrate? Oder doch so wie seit Februar auch und ich verzichte aber auf Softdrinks, Süßigkeiten und achte mehr darauf, auch Kartoffeln, Reis und Nudeln wegzulassen? Schaffe ich das überhaupt ohne Brot? Wieso überhaupt kein Brot essen? Wir sind doch DIE Brotnation. Es gibt nirgends besseres Brot als in Deutschland und darauf soll ich dann auch noch verzichten? Hin und her ging es in meinem Kopf. So lange, dass ich bis zum Mittagessen immer noch keine brauchbare Entscheidung getroffen hatte und mich erneut am Buch orientierte und bei der kohlehydratlosen Ernährung blieb: Es gab Lachs mit Gemüse. Womit wir beim nächsten Punkt wären: Ernährung ohne Kohlehydrate ohne Fleisch und Fisch. Das wäre mir am liebsten. Geht aber kaum. Ich habe mich daher entschieden, zumindest wieder Fisch zu essen. Auf keinen Fall essen werde ich indes Schwein oder Geflügel. Hier müsste ich also wieder ausweichen. Hin und her und her und hin überlegt habe ich mich jetzt entschieden, den Tag heute kohlehydratfrei zu beenden und mir ab morgen zum Frühstück Kohlehydrate in Form einer Scheibe Brot oder eines Joghurts mit frischem Obst und Haferflocken (oh ja, Joghurt hat Kohlehydrate, und wie, erst recht der fettarme Naturjoghurt, aus dem Buch gelernt) zu gönnen und dann im Laufe des Tages darauf zu verzichten. Ich werde berichten, ob das funktioniert.

Noch zum Buch: Es handelt sich um einen Ratgeber von „Fitness-Papst“ Dr. Ulrich Strunz zum Thema No-Carb und Low-Carb. Er sagt, der Mensch braucht überhaupt keine Kohlehydrate, wenn er nicht gerade Leistungssport macht. Und er hat eine wunderbare Liste im Buch, die Aufschluss gibt, welche Lebensmittel man überhaupt meiden soll, wenn man nach diesem Motto lebt. „Wieso macht die Tomate dick?“, heißt es. Ganz empfehlenswert für Leute, die sich mit Ernährung beschäftigen. Aber im Grunde auch nichts Neues. Ich bin also so klug als wie zuvor.

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