Der Hund

Dass der Hund und ich mal so nah miteinander sein könnten, hätte ich nach den ersten Wochen nie zu träumen gewagt. Es ist mir fast ein bisschen unheimlich, wenn ich abends schlafen gehe und weiß, dass ich noch maximal fünf Minuten warten muss, bis sie – meist mit einem Spielzeug oder einem Knochen im Maul – kommt und sich auf ihren Platz neben mein Bett legt. Es ist mir auch fast ein bisschen unheimlich, dass sie sofort reagiert, wenn ich irgendwas sage. Dass sie jeden Schritt, den ich tue, beäugt und genau aufpasst, was ich wo mache. Dass sie sich beim Gassi umdreht und schaut, wo ich bin und ob ich auch wirklich komme. Und es ist mir unheimlich, dass sie so extrem auf mich fixiert ist, erst recht, wenn andere Leute da sind. Da kann man sich wirklich bald wie eine Hunde-Mama fühlen. Aufgrund dieser Nähe kann ich es irgendwie sehr gut verschmerzen, dass sie andere Hunde immer noch nicht mag, wenn sie an der Leine ist und dass sie böse werden kann, wenn man ihr was zu essen wegnehmen will (ungeachtet der Tatsache, ob es vielleicht was Schädliches ist). Dieser Hund ist ein Kind! Und es ist über alle Maßen brav. Umso mehr freue ich mich, dass sie seit dem Einzug in die neue Wohnung ein unglaublich weiches, schönes Fell bekommen hat und noch bei langen Spaziergängen im Feld noch leichtfüßiger über die Wiesen springt als sonst. Wie es werden wird, wenn ich irgendwann mal ganztags arbeiten muss – daran denke ich lieber nicht.

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